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· Francis

GWD, TWA, AWA: Der Wind in all seinen Formen

Der Wind: Definitionen

GWD / GWS

Ground Wind Direction / Ground Wind Speed

Das sind Richtung und Geschwindigkeit des Windes im erdfesten Bezugssystem. Es ist der Wind aus den Vorhersagen der Wetterdienste, den wir in GRIB-Dateien erhalten (mittlerer Wind in 10 Metern Höhe).

AWA / AWS

Apparent Wind Angle / Apparent Wind Speed

Das sind Winkel und Geschwindigkeit des scheinbaren Windes in den Segeln des Bootes. Die Messungen stammen vom Wind-/Geschwindigkeitssensor des Bootes. Der scheinbare Wind ist das momentane Ergebnis aus dem erdfesten Wind, kombiniert mit dem durch Abdrift erzeugten Wind — Abdrift durch Wind und durch Strömung — sowie der Fahrt des Bootes durch das Wasser.

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· Francis

Effektives Routing — so geht es

Grundprinzip

Routing ist eine Navigationshilfe, die zwei verschiedenen — nicht unbedingt widersprüchlichen — Zwecken dienen kann:

  • Auf Fahrt: Komfort und Sicherheit, Vermeidung von Wind- und Seeverhältnissen, die fĂĽr Schiff und Besatzung nicht beherrschbar sind,
  • Im Rennsegeln: Leistung, die beste Effizienz fĂĽr die beste Passagezeit.

Routing ist wie ein Kochrezept: Man braucht zunächst gute Zutaten:

  • Eine Geschwindigkeitspolare, die die theoretischen Zielgeschwindigkeiten des Bootes in Abhängigkeit von der wahren Windstärke (TWS) und dem Segelwinkel bezogen auf die wahre Windrichtung (TWA) enthält.
  • Eine Route mit möglichst wenigen Wegpunkten: am besten nur Abfahrt und Ziel. Zwischenpunkte sollten nur fĂĽr unvermeidliche Passagepunkte verwendet werden.
  • Mehrere GRIB-Dateien, die die Route groĂźzĂĽgig abdecken: Wind, Wellen, Strömungen — die aktuellsten verfĂĽgbaren, mit ausreichendem zeitlichen Horizont fĂĽr die ungefähre Dauer der Passage.
  • Ein Abfahrtsdatum innerhalb des zeitlichen Rahmens der GRIB-Dateien und so frĂĽh wie möglich.

Das Rezept

Das Rezept basiert auf einem Routing-Algorithmus — einer ausgeklügelten Berechnung, deren innere Abläufe geheim sind. Diese Berechnung ermittelt eine optimierte Route, indem Wind- und Strömungswerte sowie Wellendaten mit den Werten der Geschwindigkeitspolare des Bootes kombiniert werden — entlang eines Kurses vom Start bis zum Ziel.

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· Francis

VMG, VMC, XTE, TAE: einige Erklärungen

Abkürzungen werden verwendet, um Navigationsdaten prägnant zu beschreiben. Diese Sprache wurde ursprünglich für marine Elektronik, GPS-Geräte und Kartenplotter entwickelt. Sie findet sich heute in digitalen Navigationsanwendungen.

Diese Abkürzungen, in Form von drei Großbuchstaben, sind die Initialen englischer Begriffe, die navigationsspezifische Daten und zugehörige Funktionen definieren. Sie ermöglichen es, Informationen platzsparend auf Bildschirmen anzuzeigen. Einige davon können verwirrend sein.

VMG, VMC

VMG-Diagramm

VMG (Velocity Made Good) ist für ein Segelboot die Fahrt durchs Wasser beim besten Aufkreuzwinkel. Es ist die „nützliche" Fahrt durchs Wasser. Sie wird berechnet als:

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· Francis

Analysekarten zum besseren Verständnis von GRIB-Dateien

Segeln bedeutet vorausschauend zu handeln. Beim Wetter bedeutet vorausschauen, weit voraus und rechtzeitig zu blicken, selbst bei kurzen Küstenpassagen. Die Verfolgung von Wettersystemen, die beispielsweise von Westen über den Nordatlantik kommen, hilft bei der Planung eines guten Wetterfensters für den Segeltörn am nächsten Wochenende. Das gilt für alle Teile der Welt.

Ein pädagogisches Werkzeug

Die Möglichkeit, meteorologische Analysekarten über GRIB-Dateien zu legen, bietet ein besseres Verständnis der Wetterphänomene und ihrer Entwicklung. Die Darstellung von Fronten ergänzt die farbige Datendarstellung — wie Windstärke — und die Punktsymbole wie Vektoren und Windfahnen in GRIB-Dateien.

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